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02.08.2021
13:09 Alter: 56 days

Wenn Schwanger, dann ZERO!

Ausstellung sensibilisierte und informierte über Alkohol in der Schwangerschaft

Gravierende Folgen: Alkoholgenuss in der Schwangerschaft

Ausstellung sensibilisierte und informierte Schüler

 

Nordhausen. Die interaktive Ausstellung „Wenn schwanger, dann ZERO!“ im Jugendclubhaus Nordhausen erreichte ca. 200 Schülerinnen und Schüler sowie andere Interessierte.

Anfang Juli war die Wanderausstellung des FASD Netzwerk Nordbayern e. V. zum Thema Schwangerschaft, Alkohol und Fetales Alkoholsyndrom (FASD) im Jugendclubhaus zu sehen. Im Rahmen ihrer Präventionsarbeit hatte die Schwangerschaftsberatungsstelle des Familienzentrums die sehr anschauliche Ausstellung zum Thema Schwangerschaft und den Folgen von mütterlichem Alkoholkonsum nach Nordhausen geholt.

Das Zentrum der Ausstellung bildete ein begehbares Kuppelzelt, welches symbolisch die Gebärmutterhöhle darstellt. Mit der im Inneren befindlichen Touchscreenstation und den Informationen an den Zeltwänden konnte man sich auf eine virtuelle und akustische Reise begeben und die Entwicklung des Kindes von der Eizelle bis zur Geburt durch Sehen, Hören und Fühlen erleben. Zahlreiche Filme und Ultraschallaufnahmen im 2D- und 3D-Format ließen die Ausstellungsbesucher in die Welt des Ungeborenen eintauchen.

Was FASD für die Betroffenen selbst und deren Umfeld bedeutet, konnte anhand authentischer und sehr eindrücklicher Berichte von Kindern und Jugendlichen an einer der insgesamt drei interaktiven Stationen erfahren.

An einem Nachmittag hatten Christin John von der Netzwerk- und Koordinierungsstelle Frühe Hilfen und M. Sc. Psych. Lina Schwerg vom FASD-Fachzentrum Sonnenhof e.V. Berlin eingeladen. Mit ihrem Fachvortrag „Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) – die ungesehene Behinderung“ machte die Psychologin Lina Schwerg nachdrücklich deutlich, wie wichtig es ist, das Thema mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Sie führte aus, dass jeder Tropfen Alkohol, den die Schwangere konsumiert, quasi ungehindert zum Ungeborenen gelangt, das danach zehnmal länger als seine Mutter benötigt, um diesen wieder abzubauen. So können selbst geringe Mengen erkennbare Auswirkungen haben und zu teils gravierenden Fehlbildungen führen. Lina Schwerg berichtete, dass FASD die häufigste Ursache für eine nicht angeborene Behinderung ist, die jedoch zu einhundert Prozent vermeidbar sei, in dem auf Alkohol während der gesamten Schwangerschaft vollständig verzichtet wird.

Dieser Vortrag und die außergewöhnliche Ausstellung vermittelten sehr einprägsam den Zusammenhang von Schwangerschaft, Alkoholkonsum und FASD. Darum: „Wenn schwanger, dann ZERO!“

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