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08.11.2019
09:27 Alter: 31 days

Zuhause heißt „Ulli 17“

Nordhausen (md). „Schon immer fand in der Altbauvilla in der Ullrich-Str. 17 in Nordhausen soziale Arbeit ein Zuhause“, wirft Holger Richter als Vorstand des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. am vergangenen Mittwoch mit einigen Fakten einen Blick zurück in die bewegte Geschichte des Gebäudes. Seit 1995 befindet es sich das Anwesen im Besitz des Vereins. Nach der Vollendung der Baumaßnahmen ist dieses Zuhause an die neuen Erfordernisse optimal angepasst worden und öffnete erstmals seine Türen. Anpassung zeichnet den Standort aus. Und „Zuhause“ ist wörtlich zu nehmen. Denn hinter „Ulli 17“ - dem Einrichtungsnamen - verbirgt sich eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Wohngruppe im Vorderhaus. Vier Wohneinheiten stehen jungen Schwangeren und Müttern bzw. auch jungen Vätern mit ihrem Nachwuchs zur Verfügung, wenn sie aufgrund unterschiedlichster Situationen Zuflucht, Obhut, Hilfe und Unterstützung in der neuen bzw. sich anbahnenden Lebenssituation mit Babys und Kleinkindern benötigen. Hier in der Ullrichstraße 17 existieren neben den räumlichen Voraussetzungen ebenso die personellen Möglichkeiten, den Menschen den Weg in ein selbstständiges Leben zu ebnen. Helle, freundliche und sinnvoll ausgestattete Räume bieten ein angenehmes Umfeld, erlauben das Miteinander und den Rückzug. Spielzeug, gespendet von Liane Hamelmann, der Inhaberin eines Spielwarenladens in Leinefelde, steht für die Kleinen zur Verfügung.
„Nach einem Phasenmodell ermitteln wir zuerst den Bedarf. In Phase zwei geht es um Eigenverantwortung und in Phase begleiten wir die Ablöse- und Auszugsphase“, erläutert Einrichtungsleiterin Cornelia Riemekasten die Vorgehensweise. Man ist gut vernetzt mit Behörden, Ärzten, Vermietern, Schulen und greift bei der individuellen Begleitung auf die im JugendSozialwerk vorhandenen  Ressourcen und Einrichtungen wie beispielsweise das Familienzentrum zurück.  Alle Problemlagen der Klienten werden so gezielt bearbeitet. Eine Nachbetreuung ist möglich und gewährleistet einen sanften Übergang in den letzten Schritt der Selbstständigkeit.
Im Hinterhaus von „Ulli 17“ hat übrigens die Jugendwohngruppe ihr Zuhause. Das Areal ist erfüllt mit Leben. Cornelia  Riemekasten: „Es ist eine der schönsten Aufgaben, dieses Leben ein Stück weit zu begleiten.“

Foto:  Das Team vor Ort besteht (v. l.) aus Kerstin Veigt, Annchristin Peter, Kristina Mallon, Cornelia Riemekasten, Kathleen Frank, Janna Hennig und Maria Henning im Snoezelraum.

 

Text und Fotos: Mathias Daniel

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