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13.03.2018
09:01 Alter: 197 days

Robert S. aus Kassel - Zehn Jahre danach

Wülfingerode. Groß war die Freude, als sich die Tür des Sekretariats öffnete und ein junger Mann um ein Gespräch mit Frau Morgenroth bat. Mit den Worten: „Erkennen Sie mich wieder?“ wollte er von seiner ehemaligen Klassenleiterin Gisela Morgenroth wissen, ob sie sich noch an ihn erinnert.

Natürlich, denn viele bleibende Erinnerungen wurden wach. Robert wurde 2007 in der Arbeitstherapeutischen Wohngruppe in Elende aufgenommen und besuchte das Schulprojekt Werkstatt. Er war nur sehr kurz in der Einrichtung, aber die Verbindung zu seiner Lehrerin und seinen ehemaligen Mitschülern ist nie abgebrochen.

Ab 2009 besuchte er in Kassel eine Gesamtschule, die er 2012 mit einem Realschulabschluss beendete. Es folgten verschiedene Praktika in Altersheimen und Krankenhäusern. Sein Entschluss stand fest, er wollte Krankenpfleger werden. So begann er 2013 eine Ausbildung als Krankenpfleger und beendete diese im Jahr 2016. Während seiner Ausbildung hat er sich das notwendige Geld zusammengespart, um im Oktober 2016 gemeinsam mit einem Freund auf eine Reise durch verschiedene Länder zu gehen. In vier Monaten besuchte der die Länder Neuseeland, Vietnam, Bali und Thailand.

Seit 2017 arbeitet Robert als Krankenpfleger am Kasseler Klinikum und kann das tun, was er schon immer wollte – anderen Menschen helfen. Er hat ein weiteres Ziel vor Augen, er möchte in Berlin studieren, um auch in anderen medizinischen Bereichen tätig sein zu können.

In seiner Freizeit spielt er aktiv in der Fußballverbandsliga Kassel-Brückenhof mit.

Robert ist inzwischen angekommen, er weiß, wie wichtig die Familie ist, die ihm in jeder Situation zur Seite gestanden hat und dies immer tun wird. Roberts Familie stammt ursprünglich aus Tadschikistan und lebt seit mehr als 20 Jahren in Kassel. Sie haben ihm seine persönliche und berufliche Perspektive in Deutschland gegeben.

Robert war nur sehr kurz im Heilpädagogischen Zentrum Wülfingerode, aber sein Aufenthalt hat einen bleibenden Eindruck in seinem Leben hinterlassen. Gern erinnert er sich an die vielen gemeinsamen arbeitstherapeutischen Einsätze in Elende, aber auch an die andere Art des Unterrichts im Schulprojekt Werkstatt.

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