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21.01.2013
14:18 Alter: 7 yrs

Fachkräfteaustausch vom 11.11.-17.11.2012 in Sankt Petersburg

St. Petersburg

St. Petersburg

Dresden. Am 11. November 2012 folgten Frau Hänig, Frau Koch und Frau Kehling sowie vier weitere Kolleginnen aus der Fröbelstraße, Annenstraße und aus dem Wohnheim Dresden der Einladung des deutsch/russ. Begegnungszentrum in Sankt Petersburg zu einem pädagogischen Fachkräfteaustausch.

Thema des Austausches war die Sprachförderung behinderter und nicht behinderter Kinder in russischen Einrichtungen.

Wir wurden von der Stiftungsleiterin, Frau Arina Nemkowa, in den Räumen der Sankt Petrikirche am Newski Prospekt sehr herzlich empfangen. Im Rahmen einer Powerpointpräsentation stellte sie uns das deutsch-russische Begegnungszentrum ausführlich vor. Die Stiftung "Förderung und Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen" wurde 1993 gegründet und verfolgt das Ziel:

Russlanddeutsche in wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereichen sowie in Fragen der Ausbildung zu unterstützen. Die Pflege und Bewahrung der deutsch-russischen Kultur steht dabei im Mittelpunkt der Stiftung.

So werden u.a. folgende Veranstaltungen durchgeführt:

 Sprachkurse , Deutschkurse für jung und alt
 Auftritte von Folklore-und Theatergruppen
 Durchführung von Singkreisen
 Seniorenarbeit
 Durchführung von Bildungsreisen
 Organisation von Jugendaustausch

Im Anschluss an die Präsentation erfolgte eine Führung durch die Kirche und wir erhielten erste Eindrücke und Informationen zur Geschichte Russlands, Sankt Peterburgs und zum Leben der Deutschen in Russland.
Am Nachmittag des Anreisetages traten wir gemeinsam mit der Dozentin des Lehrstuhls für Vorschulbildung, Dr. Irina Smirnowa, in einen Erfahrungsaustausch über Sprachförderung in russischen Einrichtungen. Frau Dr. Smirnowa vermittelte uns Kenntnisse über die Organisation und die Arbeitsweise von Logopäden in Kindereinrichtungen mit behinderten Kindern. Der Fachbegriff lautete dafür im Russischen: Korrektionseinrichtung.
Der Abend klang mit einer Ballettaufführung im Marinskitheater aus. Es war ein eindrucksvoller und erlebnisreicher Tag.
An den Folgetagen besuchten wir drei Kindergärten, die sich auf verschiedene Beeinträchtigungen spezialisieren, vor allem sprachliche Auffälligkeiten und Behinderungen und hatten Gelegenheit im Rahmen von Hospitationen, die Tätigkeit von Erzieherinnen, Logopäden und Sport-und Musikpädagogen zu verfolgen. Wir waren alle sehr positiv von der qualitativ hochwertigen Ausstattung der Einrichtungen sowie vom eingesetzten Personal überrascht. So arbeiten Logopäden, Musikpädagogen, Sport-und Kunstpädagogen, Erzieherinnen, Psychologen, Krankenschwestern zusammen in einer Einrichtung.
Von großem Interesse war eine Gesprächsrunde mit den Erzieherinnen und den verschiedenen Pädagogen und Psychologen mit den Schwerpunkten der pädagogischen Arbeit:

 Integration
 Bildungsplan
 Organisations-und Tagesabläufe

Bei allen Veranstaltungen fühlten wir uns sehr willkommen und liebevoll beköstigt. Hier spürten wir die russische Gastfreundlichkeit!
Unsere netten Gastgeber nutzten die Gelegenheit, uns einige der berühmten Sehenswürdigkeiten  zu zeigen. Wir besichtigten u. a.: die Eremitage, die Erlöserkirche und den Katharinenpalast in Puschkin.
Am letzten Tag des Fachkräfteaustausches besuchten wir eine Schule und konnten am Deutschunterricht in einer zweiten und dritten Klasse teilnehmen. Es war eine tolle Erfahrung live zu sehen, wie mit viel Freude und Ehrgeiz die Sprache vermittelt und gelernt wird. Sehr positiv empfanden wir, dass alle Wahrnehmungsbereiche mit einbezogen wurden. Als besonderen Höhepunkt erlebten wir die Aufführung  des Sankt Martinsfestes in deutscher Sprache.
Zum Abschluss des Tages sahen wir im Begegnungszemtrum das Theaterstück" Der Sommer an einem Tag", sehr eindrucksvoll gespielt von Kindern im Alter von 8-13 Jahren in deutscher Sprache.
Dieser Fachkräfteaustausch in Sankt Petersburg war ein gelungenes Projekt, um die Arbeit mit Kindern in der Vorschulerziehung in Sankt Petersburg kennenzulernen und ggf.  einige Anregungen in unsere Tätigkeit zu übernehmen.

Danila Kehling

Einrichtungen