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Kindergarten und Krippe "Gartenkinder"

Kindergarten und Krippe "Gartenkinder"

Der Kindergarten „Gartenkinder“ befindet sich in Bleicherode in der Gartenstraße – gegenüber des Gymnasiums und neben dem Seniorenheim „Glück auf“, welches in selbiger Trägerschaft ist. Die 3-Felder-Sporthalle und die Grundschule sind in unmittelbarer Entfernung. Auch Wald, Wiesen und Felder sind fußläufig zu erreichen.

Im Kindergarten Gartenkinder können 72 Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut werden. In der Nestgruppe spielen und lernen 12 ein bis zweijährige Kinder. Ihnen stehen separate Räumlichkeiten zur Verfügung, die ihnen die nötige Ruhe und Geborgenheit bieten. Diese Räumlichkeiten teilen sie sich zum Teil mit 12 weiteren Kindern, die zwischen zwei und drei Jahren alt sind und sich im Übergang in das offene Konzept unseres Haus befinden.

Neben dieser Nestgruppe gibt es noch drei Stammgruppen, die insgesamt aus 48 Drei- bis Sechsjährigen bestehen. Diese finden sich am Morgen zur Kinderkonferenz in ihrem jeweiligen Raum zusammen und verteilen sich den restlich Tag im offenen Konzept jedoch im ganzen Haus und über das Außengelände.

Die PädagogInnen unserer Einrichtung lassen sich in ihrer Arbeit von Impulsen der Reggio-Pädagogik inspirieren und leiten. Jedes Kind wird geboren mit den Anlagen die Welt zu entdecken und zu erforschen. Es ist ein aktiver Konstrukteur seiner Entwicklung. Die PädagogInnen haben die wundervolle Aufgabe, die Kinder auf ihrem spannenden Weg zu begleiten.

Anschrift

  • Kindergarten und Krippe "Gartenkinder"
  • Gartenstraße 5
  • 99752 Bleicherode
  • Thüringen
  • Deutschland
  • Telefon: 036338-893589
  • Fax: 036338-893588

Ansprechpartner

Alexandra Ahrens

Karte

Öffnungszeiten

Mo06:00-17:00 Uhr
Di06:00-17:00 Uhr
Mi06:00-17:00 Uhr
Do06:00-17:00 Uhr
Fr06:00-17:00 Uhr
Außenansicht Kindergarten/Krippe
Außenansicht Kindergarten/Krippe
Außenansicht Kindergarten/Krippe

Aktuelles

23.08.2019

Konzeption

"Kinder sind ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler, eifrige Forscher und Gestalter. Unsere Aufgabe besteht darin, die Kinder bei ihren Auseinandersetzungen mit der Welt zu unterstützen, wobei all ihre Fähigkeiten, Ausdrucksweisen und Kräfte eingesetzt werden."  (Loris Malaguzzi)

 

Die Reggio-Pädagogik ist kein pädagogisches Modell, sondern eine Erziehungsphilosophie, bei der die Rechte der Kinder und ein reflektiertes Bild vom Kind eine zentrale Stellung einnehmen. Reggio ist die Aufforderung, sich auf einen offenen Prozess einzulassen und sich von der Lebendigkeit der Kinder, ihrer Kraft, beständig Neues zu schaffen, inspirieren zu lassen.

Die PädagogInnen richten ihre Arbeit nach folgenden Schwerpunkten aus:

  • Kinder sind aktive Konstrukteure ihres Wissens. Sie nehmen nicht passiv, etwa durch Belehrung, fertiges Wissen auf, sondern erstellen aus dem, was sie hören, fühlen, sehen, riechen und schmecken, aktiv individuelle Wissensstruktur.
  • Die Kinder sind Ko-Konstrukteure, sie eignen sich einen Teil ihres Wissens in der Gemeinschaft mit anderen Kindern an.
  • Kinder können sich auf vielfältige Art und Weise ausdrücken. Kinder haben 100 Sprachen, können sich über Spiele, Bilder, Plastiken, Worte etc. artikulieren.
  • Die Kinder lernen in Projekten, welche durch Beobachtungen, Ereignissen und Gesprächen entstehen.
  • Die Dokumentation ist die Grundlage der Reggio-Pädagogik, sie macht das Lernen der Kinder sichtbar.
  • Der Raum gilt als dritter Erzieher, die Räume  sind so eingerichtet, dass sie eine reichhaltige, anregende Umgebung für die Kinder bieten.
  • Die Eltern sind die Dialog- und Erziehungspartner der PädagogInnen.
  • Der Kindergarten und die Kinderkrippe sind Bestandteil des öffentlichen Lebens und kooperieren mit dem Gemeinwesen.

In der Reggio-Pädagogik lernen Kinder ganzheitlich. Die PädagogInnen ermöglichen es den Kindern, Erfahrungen im sozialen, emotionalen, körperlichen und kognitiven Bereich zu sammeln. Die unterschiedlichen Sinne des Kindes vielfältig anzusprechen gilt als ein wichtiger Aspekt der Reggio- Pädagogik. Den Kindern werden Möglichkeiten eröffnet, sich auf viele unterschiedliche Weise auszudrücken.

Räumlichkeiten

In der Reggio-Pädagogik wird der Raum als dritter Erzieher bezeichnet, er ist ein Teil des pädagogischen Konzeptes. Gemeint ist damit ein interaktives, dialogisches Verhältnis zwischen den Kindern und ihrem Sozialraum (Straßen, Plätzen und öffentliche Gebäude der Stadt, aber auch Wiesen, Wälder, Flüsse und Teiche) und/oder dem räumlichen Ambiente des Kindergartens. Räume übernehmen somit verschiedene pädagogische "Rollen" in einer Kindertageseinrichtung:

  • eine Atmosphäre des Wohlbefindens schaffen, die sowohl Geborgenheit vermittelt als auch aktivierend wirkt,
  • die Kommunikation in der Einrichtung stimulieren,
  • gegenständliche Ressourcen für Spiel- und Projektaktivitäten bereitstellen sowie
  • Impulse geben für Wahl und Bereicherung von Kinderaktivitäten.

Unter dieser Prämisse wurde auch der Kindergarten "Gartenkinder" gebaut und eingerichtet. Große, tief heruntergezogene Fensterflächen und der direkte Zugang aller Gruppenräume zum Garten bauen die Barrieren zwischen drinnen und draußen ab. Auch unser großer Eingangsbereich, im direkten Übergang zur Piazza ist einladend gestaltet und fördert die Öffnung unserer Einrichtung zum städtischen Umfeld. Die Piazza lädt zum Verweilen ein und schafft das Interesse auch die anderen Räume unserer Einrichtung zu besuchen.

Da wir offen und ohne feste Gruppenräume arbeiten, sind unsere Räumlichkeiten nach bestimmten Funktionen ausgerichtet. Es gibt einen Forscherraum, einen Bau- und Konstruktionsraum, einen Rollenspielraum mit großer Bühne, an den sich der Ruhe- und Entspannungsraum angliedert, und ein Atelier. Unsere zwei Speiseräume sind als offene Restaurants gestaltet und enthalten Küchenelemente, an denen sich die Kinder gemeinsam mit den PädagogInnen ausprobieren können.

Für unsere Kleinsten - die Nestgruppe - gibt es separate Räumlichkeiten. Diese bestehen aus einem Gruppenraum, einem Ruheraum und einem dazwischenliegenden Sanitärbereich. Diese Räumlichkeiten bieten zunächst die nötige Ruhe und Geborgenheit, die die Kinder bei dem Übergang in den Kindergarten benötigen. Von hier aus können sie nach und nach das restliche Kindergartengebäude erkunden.

Unsere Räume sind alle barrierefrei, sodass bei uns Kinder, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, im Sinne des Achten und Zwölften Buches Sozialgesetzgebung, gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung gefördert werden können.

Das Außengelände ist naturbelassen gestaltet. Ein Wasserspielplatz, Sandkästen, eine Rutsche und das Atrium laden zum Spielen ein, lassen aber noch genügend Freiraum für kreatives Spiel. Ein etwas abgeschirmter Sitzplatz für unsere Nachbarn aus dem Seniorenzentrum "Glück auf" öffnet unseren Kindergarten an einer weiteren Stelle zum Gemeinwesen und bietet Kindern und Senioren eine Schnittstelle im benachbarten Lebensraum.   

Eingewöhnung

Die zeitweise Trennung von Vertrauten und die Hinwendung zu unbekannten Personen verlangt dem Kind eine extrem hohe Anpassungsleistung ab. Deshalb sehen wir die Eingewöhnungszeit sowohl für das Kind, als auch für die Eltern und für uns Pädagogen als sehr bedeutsam.

Kinder in den ersten Jahren brauchen den Schutz und die Nähe einer Bezugsperson, wenn sie die vielfältigen Situationen im Kindergarten bewältigen sollen. Um eine solche Beziehung aufbauen zu können, benötigen die Kinder und auch die Eltern Zeit.

Eine gelungene Eingewöhnung ist einerseits die Grundlage für eine harmonisch verlaufende Zeit in unserem Kindergarten und andererseits wird der Grundstein für die weitere positive Entwicklung des Kindes gelegt.

Deshalb haben wir uns entschlossen, für die Kinder, die noch keine Erfahrungen mit Tagesbetreuung (Krippe oder Tagesmutter) haben, die Eingewöhnung, angelehnt an das Berliner Modell von Prof. Kuno Beller, zu gestalten.

Grundphase: In den ersten 3 Tagen der Eingewöhnung kommen Mutter oder Vater gemeinsam mit ihrem Kind in die Einrichtung und bleiben ca. 1-2 Stunden in der Gruppe. Danach nehmen sie ihr Kind wieder mit nach Hause.

Erster Trennungsversuch: In den ersten Tagen nach der Grundphase verabschiedet sich die Mutter/ der Vater einige Minuten nach der Ankunft vom Kind und verlässt den Gruppenraum, bleibt aber in der Nähe. In dieser Zeit haben die Eltern die Möglichkeit sich im Haus aufzuhalten.

Stabilisierungsphase: Je nachdem wie das Kind die ersten Trennungsversuche verkraftet, wird sich dann für eine kürzere oder längere Eingewöhnungszeit entschieden.

Eingewöhnungszeit: Die Zeiträume ohne Mutter/Vater in der Gruppe werden vergrößert. Mutter/Vater bleibt in der Einrichtung. (ca. 6 Tage)

Schlussphase: in der Schlussphase hält sich die Mutter/ der Vater nicht mehr in der Nähe auf, ist aber jederzeit abrufbereit. Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als "sichere Basis" akzeptiert und sich von ihr trösten lässt.

Versorgung

Die Mahlzeiten werden bei uns in einem freundlichen, ansprechenden Ambiente in zwei Kinderrestaurants angeboten. Die positive Essatmosphäre, die so entsteht, schafft Raum für Gespräche, zum Informationsaustausch und zum Genuss der Mahlzeiten. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen an allen Mahlzeiten teil. Sie begleiten die Esssituation professionell, nehmen die Vorbildfunktion ein, vermitteln Fertigkeiten und erklären unbekannte Speisen und Lebensmittel.

In unserem Haus gibt es jeden Tag ein offenes Frühstück in Form eines Buffets. Dieses wird von unserer Küchenkraft hergerichtet. Die Kinder decken ihr Geschirr eigenverantwortlich auf und wieder ab.

Da die kleineren Kinder noch mehr Ruhe, Struktur und Hilfestellung bei der Einnahme ihres Frühstücks benötigen, essen die Kinder der Nestgruppe gemeinsam mit ihren PädagogInnen zu einer festen Zeit.

Das Mittagessen wird aus der Großküche K12 des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. geliefert und zu zwei verschiedenen Zeiten für die Kinder hergerichtet. Die Kinder können sich ihre Portion selbstbestimmt auf den Teller legen und sich allein eine Nachspeise holen.

Getränke, wie Wasser und ungesüßte Früchte- und Kräutertees, stehen den Kindern jederzeit in den Kinderrestaurants zur Verfügung.

Bei der Speiseplanung werden kulturspezifische und regionale Essgewohnheiten, sowie religiöse Aspekte und die Wünsche und Anregungen der Kinder berücksichtigt. Auch Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten werden beachtet. Im Aufnahmegespräch mit den Eltern werden diese Aspekte angesprochen und, wenn nötig, wird eine besondere Speiseform nach ärztlicher Bescheinigung oder ausdrücklichem Wunsch der Eltern abgestimmt. Ein Informationsblatt zur Allergie des Kindes wird gut sichtbar für alle betreuenden und verantwortlichen Personen aufgehängt. 

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