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Kinder- und Jugendwohngruppe Gerststraße

Kinder- und Jugendwohngruppe Gerststraße

Die Wohngruppe bietet für 10 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren Betreuung auf Grundlage § 34 und § 35a SGB VIII. Bis zu 3 Plätze davon können integrativ intensiv-pädagogisch und therapeutisch belegt werden.

Die Kinder- und Jugendwohngruppe befindet sich in einer infrastrukturell ruhigen und landschaftlich reizvollen Umgebung im Rudolstädter Ortsteil Keilhau. Die naturnahe Umgebung bildet die Grundlage für eine intensive, individuelle sowie ressourcenorientierte Förderung und Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen. Die enge und professionelle Kooperation mit der Freien Integrativen Gemeinschaftsschule ermöglicht eine Ganzheitlichkeit der Bildung und Erziehung. Eine psychologische Begleitung kann gewährleistet werden.

Anschrift

  • Kinder- und Jugendwohngruppe Gerststraße
  • Albert-Gerst-Straße 11
  • 07407 Rudolstadt
  • Thüringen
  • Deutschland
  • Telefon: 03672-480356
  • Fax: 03672-469610

Ansprechpartner

Sylva Wenisch

Karte

Zur Ferienfreizeit
Zur Ferienfreizeit
Unser Haus
Unser Haus
Alle packen mit an
Alle packen mit an
Ausflug mit den Kanus
Ausflug mit den Kanus
Unsere Hasen
Unsere Hasen
 

Konzeption

Wir betreuen insbesondere Kinder und Jugendliche,

  • die einen erzieherischen Bedarf und/oder eine seelische Behinderung aufweisen oder von dieser bedroht sind,
  • die belastende und traumatisierende Lebenserfahren und Beeinträchtigungen im Sozialverhalten aufweisen und dadurch in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung benachteiligt sind,
  • die aufgrund sozial-emotionaler Defizite nicht in bestehende, herkömmliche Schulformen integriert werden können und eine besonders individuelle Beschulung benötigen.

Im kleinen Rahmen bietet ein multiprofessionelles Team aus Erziehern, Sozialpädagogen, Lehrerin und Psychologen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich durch eine Vielzahl von sozialtherapeutischen, arbeits- und erlebnispädagogischen Angeboten positiv und ressourcenorientiert zu entwickeln.

Mit unseren Angeboten und Methoden verfolgen wir unter anderem die Ziele:

  • Rückführung des Kindes/Jugendlichen in die Familie
  • alternativ Orientierung auf Integration in eine andere Familie oder selbständige Lebensführung
  • Erfahren von Geborgenheit, Förderung, Akzeptanz und Konsequenz
  • Beziehungs- und Bindungsaufbau, Entwicklung von Lebensperspektiven
  • Förderung von individuellen Ressourcen, Stärken und Freizeitinteressen
  • Schaffung von Möglichkeiten der Teilhabe und Reintegration in Schule, Ausbildung und Gesellschaft

Gemeinsam entwickeln wir individuelle arbeitstherapeutische und erlebnispädagogische Ansätze um Beeinträchtigungen im Sozialverhalten und in den Emotionen oder bei tiefgreifenden Entwicklungsstörungen entgegenzusteuern. Im sozialen Kompetenz- und Konflikttraining erweitern die Kinder und Jugendlichen im Gruppensetting spielerisch ihr Verhaltensrepertoire. Verstärkerpläne kommen hier ebenso zum Einsatz wie Selbst- und Fremdreflexion.

Ganz nach dem Motto „Expedition ins Leben - unsere Chance“ fördern wir die Ressourcen der Kinder und Jugendlichen durch einen strukturierten, engmaschigen Tagesablauf. Regelmäßig werden sie bei Gartenarbeit, beim Töpfern und bei Holzarbeiten praktisch tätig. Klettern, Laufen, Schwimmen, Kanufahren und Wintersport bieten zusätzlich die Möglichkeit, zur körperlichen Betätigung und zum Erleben in der Natur zu sein. 

Ein weiterer konzeptioneller Inhalt ist die Selbstversorgung der Wohngruppe und das Halten von Kleintieren. Zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit übernehmen alle Beteiligten Verantwortung für die Tiere und im Hausgarten angepflanztes. 

In Gruppenkonferenzen erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Wochenpläne und planen die Durchführung von Wochenend- und Ferienfreizeiten. Die Stärkung der sozialen Kompetenzen durch das Leben in der Wohngruppe bietet Anreize für Entwicklung. Gleichzeitig wird Raum für die Verschiedenheit eines jedes Einzelnen gelassen. 

Eine enge Kooperation besteht mit der Freien Integrativen Gemeinschaftsschule. Hier gibt es individuelle Möglichkeiten der Beschulung in einer temporären Kleingruppe ("Lerninsel") oder in einer Stammklasse.

Die Elternarbeit der Pädagogen wird durch individuelle Elterngespräche und Beratung ergänzt. Die Eltern können bei uns regelmäßige Gesprächstermine und Besuchstage wahrnehmen.

Räumlichkeiten

Die Unterbringung von 10 Kinder und Jugendlichen erfolgt in einem geräumigen, hellen Wohnhaus und einem mit dem Haupthaus verbundenen Anbau auf einem gepflegten Grundstück mit Sitz- und Grillecke und Möglichkeiten der Kleintierhaltung im Außengelände.

Im Haupthaus befinden sich neben den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten Kinderzimmer für 4 Plätze und im Anbau Kinderzimmer für 6 Plätze.

Den Kindern und Jugendlichen stehen Ein- und Zweibettzimmer mit altersentsprechender Grundausstattung zum Wohnen, Lernen und Spielen zur Verfügung.

Alle Zimmer sind mit Waschbecken und angrenzendem Badbereich ausgestattet.

Die Kinder und Jugendlichen haben grundsätzlich die Möglichkeit, pädagogisch begleitet, ihre Zimmer individuell mitzugestalten und sie zum einem Ort der Vertrautheit und des Wohlfühlens zu entwickeln.

Zentrales Kommunikationszentrum ist die kombinierte Wohn-/Essküche, welche zweckmäßig und den Anforderungen der Selbstversorgung entsprechend eingerichtet ist.

Desweiteren stehen Räumlichkeiten für Spiel-, Förder-, Freizeit- und Kreativbereich im Objekt (Holz- und Metallwerkstatt, Tischtennisraum etc.) sowie Räumlichkeiten für individuelle Einzel- oder Gruppenangebote und vielfältige Einrichtungs- und Raumnutzungsmöglichkeiten im fußläufig erreichbaren Objekt der Freien Integrativen Gemeinschaftsschule/Freien Fröbelschule zur Verfügung (z. B. Töpferwerkstatt, Turnhalle, Spielplatz, Sportplätze etc.).

Für notwendige Transport-, Versorgungs- und Ausflugsfahrten mit den Kindern und Jugendlichen steht der Wohngruppe ein Kleinbus zur Verfügung.

Versorgung

Die tägliche Be- und Versorgung von/mit Lebensmitteln, Dingen des täglichen Bedarfs, Betreuungs- und Schulbedarfsmaterial, etc. erfolgt auf der Grundlage einer wohngruppenbezogenen Budgetvorgabe in Eigenverantwortung der Wohngruppe.

Frühstück, Vesper und Abendbrot sowie das Mittagessen am Wochenende bereiten die Kinder/Jugendlichen mit ihren Erziehern gemeinsam vor. Die Vor- und Zubereitung und gemeinsame Einnahme der täglichen Mahlzeiten (Kinder und Pädagogen gemeinsam) sind konzeptioneller Bestandteil auf der Grundlage familienorientierter Vorlage. Dabei steht die gesunde und ausgewogene Ernährung im Blickpunkt. Während der Schulzeit nehmen die Kinder/Jugendlichen von Montag bis Freitag das Mittagessen in der Schule ein.

Wochentags unterstützt eine Hauswirtschafterin die Bewirtschaftung der Wohngruppe und bezieht in Absprache mit den Pädagogen die Kinder/Jugendlichen altersentsprechend und mit Blick auf die Entwicklung hauswirtschaftlicher Grundfähigkeiten in ihre Tätigkeiten ein. Die Kinder/Jugendlichen haben Mitspracherecht, verbunden mit der Übernahme der altersangemessenen Verantwortung bei der Umsetzung der täglichen Versorgung.

Ähnlich der familienorientierten Vorlage ist das gemeinsame Kochen und Backen Bestandteil des Gruppenkonzeptes ebenso wie die wohngruppeninterne Grundversorgung und Grundreinigung. Sie wird mit den Kindern und Jugendlichen im Tagesablauf gemeinsam geplant, organisiert und mit den Pädagogen und der Hauswirtschafterin aktiv umgesetzt.

Durch die altersentsprechende Einbeziehung der Kinder/Jugendlichen sollen lebenspraktische und soziale Kompetenzen im Rahmen der individuellen Selbständigkeit entwickelt und gefestigt werden und jedes Kind/jeder Jugendlicher Einfluss nehmen und teilhaben am Gruppenleben.

An beiden Standorten ist für eine umfassende Versorgung in allen Bereichen der täglichen Für- und Versorgung eine angemessene Infrastruktur durch die Nähe zur Stadt Rudolstadt vorhanden (Schulen, Kindertagesstätten, Ärzte, Vereine und Freizeitangebote).

Einrichtungen