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08.02.2017
08:43 Alter: 167 days

... und dann kam Holly

Kindergartenhund „Holly“ als tierischer Begleiter im Erfurter Zwergenland

Erfurt. „Hast du die Holly mit?“ „Wo ist Holly?“ „Ist die Holly im Büroooo?“ „Darf ich der Holly auch ein Leckerli geben?“ … so schallt es donnerstags morgens um 9 Uhr aus dem Raum der Fischegruppe. Denn Donnerstag ist Waldtag, seit November 2016 mit Hund!
Die zweijährige Cockerspanielhündin Holly befindet sich mit Frauchen Julia Hahn mitten in der Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam, damit eine qualitativ hochwertige tiergestützte Pädagogik im Kindergarten geleistet werden kann. 
Nachdem Holly im Oktober den Wesenstest nach dem Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren bestanden hatte, wurde sie vom Team des Kindergarten Zwergenlandes als tierische Praktikantin herzlich Willkommen geheißen.
Am 17. Januar 2017  stimmte nun auch der Elternbeirat des Kindergartens einstimmig für die Weiterführung der Hunde-Einsätze für das ganze Haus.
Die Vorteile tiergestützter Pädagogik erkennen immer mehr soziale Einrichtungen (Schulen, Seniorenheime, Kindergärten, Förderinstitute usw.) für sich, denn auch wissenschaftliche Studien kommen zu erstaunlichen Ergebnissen.  Sie zeigen welche vielfältigen positiven Effekte der Einsatz eines Tieres bei Menschen – egal welchen Alters -  auslösen kann.
Tiere sind ein Stück der Natur, welche uns in den letzten Jahrzehnten leider immer ferner rückt, Tiere erden uns und bringen uns ein wenig zu unseren eigentlichen Wurzeln zurück. Gerade der Hund gilt als DER Begleiter des Menschen, seit mindestens 15.000 Jahren ist die Mensch- Hund-Symbiose belegt.
Zu einem Tier eine Beziehung aufzubauen stärkt das Selbstvertrauen, baut Ängste ab, fördert Empathie und Sozialverhalten und motiviert ungemein. Das Tier kennt keine Vorurteile, es bewertet weder Aussehen noch Sprache eines Menschen. Gerade Hunde wecken bei uns (ähnlich wie Babys) die Spiegelneuronen, wir leiden bei Sommerhitze mit ihnen und entspannen fast unbemerkt, wenn der Hund sich wohlig auf dem Rücken rekelt. Hunde haben seit Jahrtausenden gelernt, Mimik, Gestik und Sprache der Menschen zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Auch Hunde besitzen Spiegelneuronen und erkennen, wenn ein Mensch z.B. traurig ist.
Für Kindergartenkinder sind solche gemeinsamen Erfahrungen und eine so enge Verbindung zu einer „Fellnase“, gerade in Städten, nicht immer möglich. Auch ist ein Hund ein gutes Medium, um mit Kindern, denen die Sprache noch fehlt, ins Gespräch zu kommen. Eines der ersten Worte, die Einjährige beherrschen, ist, neben Mama, Papa, Ball wohl WAUWAU. Das Interesse scheint angeboren zu sein.
Wir knüpfen mit unserem Kindergartenhund demnach nur an die basalen Bedürfnisse der Menschheit an.   
Die Kombination der tiergestützten Pädagogik und das Konzept der Fröbelpädagogik ergänzen sich hier auf wunderbare Weise.
„Am Tier zuerst übt sich das Kind in Barmherzigkeit oder Grausamkeit – und erwachsen ist es dann hilfsbereit oder unbarmherzig auch gegen seine Mitmenschen!“ Friedrich Fröbel

Text und Bild: Julia Hahn

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